Bayerische Pflanze des Jahres 2009
Der “Rote Schorsch” beeindruckt mit geflammten roten Blüten
Ein frecher kleiner Gartenzwerg symbolisiert die “Pflanze des Jahres 2009″ der bayerischen Gärtner: Der “Rote Schorsch” steht für eine leuchtend rote Dahlienschönheit. Er wird ab April in rund 200 Gärtnereien des Freistaates erblühen und an den beiden letzten Aprilwochenenden dieses Jahres seinen ersten großen Auftritt feiern – und mit ihm eine Fülle von neuen und bewährten Balkonpflanzen für die kommende Saison.
„Dahlien gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen der Deutschen,“ erklärt Eva-Maria Geiger, Zierpflanzenexpertin der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. „Die überwältigende Vielfalt ihrer Blütenformen ist einer der Gründe dafür. Bei einer Auswahl unter rund 20 000 Sorten ist einfach für jeden eine passende Pflanze dabei.“
Dass auch der “Rote Schorsch” viele Liebhaber finden wird, darüber waren sich die bayerischen Gärtner bei der Wahl zur Pflanze des Jahres im vergangenen Sommer einig. Denn das Farbspiel der neuen amerikanischen Züchtung ist bislang einmalig: Aus der Mitte der weithin leuchtenden, scharlachroten Blüten züngeln zarte, feuriggelbe Blättchen.
Auch das ist ungewöhnlich: Der Rote Schorsch passt zwar gut ins Gartenbeet, aber in Pflanzgefäßen wirkt er am besten. Hier tritt er gerne als Solist auf. Von schwachwüchsigen Polsterstauden, Hänge- und Blattschmuckpflanzen lässt er sich allerdings umschmeicheln. Die außergewöhnlichen Blüten unterstreichen gelbes Aztekengold (Sanvitalia), die zartweiße Wolfsmilch ‚Diamond Frost‘ und gelbblühende Schnappmäulchen (Torenia) besonders gut.
„Dahlien sind Exoten“, fährt die Zierpflanzenexpertin Eva-Maria Geiger fort. „Sie stammen von den Hochflächen Guatemalas und Mexikos. Ihre Knollen dienten schon den Azteken als Nahrungs- und Heilmittel.“ Kein Wunder, dass Dahlien die sonnigsten Plätze im Garten bevorzugen. Unsere kalten Winter überleben sie nur dann, wenn ihre Knollen im Herbst ausgegraben und im Haus überwintert werden. Auch wollen sie luftig stehen. Sonst droht Mehltaubefall. “Wenn man nun noch regelmäßig gießt, fleißig düngt und Verblühtes ausbricht, dann hat man den ganzen Sommer hindurch Freude am Roten Schorsch.“, meint Eva-Maria Geiger.
Welche Gärtnereien die “Pflanze des Jahres” anbieten erfahren Sie unter www.roter-schorsch.de.
Dieser Beitrag wurde am 15. Mai 2009 unter der Kategorie Pflanzen gespeichert. Es können Momentan weder Kommentare noch Trackbacks angelegt werden.
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